Die europaeischen Finanzminister haben letzte Woche mit der zypriotischen Regierung die Bedingungen für das Hilfsprogramm für Zypern festgelegt.Danach erhält Zypern einen Kredit über 10 Mrd.Euro . Dieser reicht nicht für eine Rekapitalisierung der beiden größten Banken Zyperns,der Bankof Cyprus und der Laiki-Bank.Allerdings sollen Sparguthaben bis 100TEuro durch die Einlagensicherung geschützt werden. Größere Guthaben werden zum Ausgleich der Bankverluste herangezogen, sodaß nun Privatanleger massive Verluste erleiden werden.
Die Laiki Bank wird abgewickelt d.h. Guthaben über 100.000 Euro werden eingefroren und wie bei einer normalen Insolvenz aus der jahrelangen Verwertung der Aktiva bedient. Wie hoch die Quote sein wird und die Verluste der Gläubiger läßt sich seriös nicht voraussagen, auf jeden Fall deutlich mehr als 50 %. Bei der Bank of Cyprus sollen Sparguthaben und Termineinlagen größer 100 TEuro im Rahmen eines debt-equity-swaps in Eigenkapital umgewandelt werden. Die Verluste für die Kunden werden ebenfalls auf 40-50 % geschätzt. Nach der Umschuldung in Griechenland ist mit der Beteiligung von Privaten an Bankverlusten dies der zweite Tabubruch in der Eurokrise.
Obwohl alle europäischen Politker immer wieder betont haben, dass die griechische Umschuldung mit mehr als 50% Verlust für die Halter von griechisdchen Staatsanleihen ein einmaliger Fall bleiben wird , haben sie uns Anleger zum zweiten Mal getäuscht.
Kann man der Bundeskanzlerin noch trauen, die die Sparguthaben für sicher erklärt? Was kann ein privater Anleger zum Schutz seines Sparguthabens denn noch unternehmen? Es bleibt nur noch der Transfer in ein Nicht-Euroland, am einfachsten in die Schweiz, dort ist es sicher.
Der Experte für die Geld- und Vermögensanlage in der Schweiz ist Capital Reserve.
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